• In Aktualisierung
  • Palliativmedizin
Veröffentlicht: 2016

In der Sterbephase auftretende Angst soll regelmäßig evaluiert werden. Hierbei soll neben verbalen Äußerungen auf klinische Hinweise – wie Unruhe, Schwitzen, Mimik oder Abwehrreaktionen – geachtet werden. Bei Unruhe in der Sterbephase sollen die im Vordergrund stehenden auslösenden Ursachen bestimmt werden, zum Beispiel Schmerz, Obstipation, Harnverhalt, Atemnot, Angst und/oder ein Delir.

Neben Traurigkeit können Affekte wie Angst und Verzweiflung die Auseinandersetzung mit Sterben und Tod bestimmen, insbesondere dann, wenn der Tod unmittelkomplexen bar bevorsteht 1. Angst in der Sterbephase ist oft von Unruhe begleitet und kann das Leid des Patienten, aber auch der Angehörigen, verstärken. Daher findet die gezielte Erfassung und, wenn möglich, kausale Behandlung von Angst und Unruhezuständen in der Sterbephase Niederschlag als Empfehlungen (10.23, 10.24) als auch als Qualitätsindikatoren (QI 4, QI 5) der S3-Leitlinie Palliativmedizin 2.


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Schulz C: Interventionen bei Kernsymptomen – Angst. In: Fegg M, Gramm J, Pestinger M (eds): Psychologie und Palliative Care. Stuttgart: Kohlhammer 2012; 191–7. Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung, Langversion 1.0, 2015, AWMF-Registernummer: 128/001OL. leitlinienprogrammonkologie. de/Palliativmedi zin.80.0.html (last accessed on 29. August 2015). 


Keywords: Sterbephase; Angst; Unruhe