Behandlung der Osteoporose in höherem Lebensalter
Osteoporose als häufige Erkrankung des höheren Lebensalters soll diagnostiziert und behandelt werden.
Die altersassoziierte Osteoporose betrifft Frauen etwa 10 bis Jahre früher als Männer und geht einher mit Fragilitätsfrakturen an den Prädilektionsstellen: Hüftnahe Femurmetaphyse, Wirbelsäule, Beckenring, Humerus, Radius. Häufige Folgen einer osteoporotischen Fraktur sind eingeschränkte Mobilität, eine höhere Institutionalisierungsrate, Einschränkungen der Selbsthilfefähigkeit und der gesellschaftlichen Partizipation und nicht zuletzt auch eine höhere Mortalität (z.B. etwa 30% im 1.Jahr nach einer Hüft-nahen Fraktur).
Eine leitliniengerechte Osteoporose-Basisdiagnostik sollte primärprophylaktisch bei allen Frauen ab 70 Jahren sowie allen Männern ab 80 Jahren erfolgen, jedoch spätestens nach eingetretener Fragilitätsfraktur.
Trotz ihrer Häufigkeit und klinischen Relevanz ist die Osteoporose oft unterbehandelt. Dabei sind für die medikamentöse Osteoporosebehandlung im Sinne einer Frakturprävention die Number Needed to Treat und die Time to Benefit niedrig. Die sicheren Interventionsmöglichkeiten sind deshalb auch im hohen Alter gerechtfertigt. Bei unsicherer Adhärenz können parenterale Präparate ggf. in Verbindung mit Disease Management Programmen vorteilhaft sein. 1 - 8.