Beachtung von Mangelernährung beim geriatrischen Patienten
Mangelernährung beim geriatrischen Patienten soll sowohl diagnostisch als auch interventionell Beachtung finden.
Eine (Protein-Energie-)Mangelernährung als Folge des geriatrischen Syndroms der Altersanorexie ist die häufigste Ernährungsstörung im höheren Lebensalter. Sie betrifft auch adipöse Personen.
Mangelernährung im Alter ist diagnostisch definiert; das Risiko für Mangelernährung kann in praxi über Screening-Instrumente, wie z.B. mit dem Mini Nutritional Assessment (MNA), erhoben werden.
Mangelernährung ist mit einem generell ungünstigeren Krankheitsverlauf und erhöhter Mortalität assoziiert und verschlechtert die geriatrischen Syndrome der Sarkopenie und Frailty.
Von daher muss Mangelernährung im Alter - und insbesondere beim geriatrischen Patienten - sowohl diagnostisch als auch interventionell Beachtung finden.
Trotz praktisch leicht umsetzbarer Leitlinien wird Mangelernährung häufig nicht erkannt. Eine Intervention nicht oder häufig nicht zeitgerecht, obwohl effektive und nebenwirkungsarme Therapieoptionen zur Verfügung stehen. 1 - 7.