Invasive Behandlung bei Varikose
Eine asymptomatische Varikosis bedarf nicht zwingend einer invasiven Behandlung
Das Ziel der Behandlung einer symptomatischen Varikosis ist die Besserung oder Beseitigung von Ödemen und Stauungsbeschwerden (Schwere, Spannungsgefühl, Schmerzen), die Prävention und Therapie venöser Ulzera und trophischer Störungen sowie die Vermeidung von Komplikationen wie oberflächlichen Venenthrombosen, Leitveneninsuffizienz, arthrogenem Stauungssyndrom oder Varizenblutungen. Grundsätzlich ist in jedem Stadium der Erkrankung eine konservative Therapie möglich und sinnvoll. Diese umfasst je nach Befund eine Kompressionstherapie mit medizinischen Strümpfen oder Verbänden und physikalische Entstauungsmaßnahmen sowie auch Balneotherapie und Gefäßsport. Die Entscheidung zu einer invasiven Therapie ist nach der Schwere der Erkrankung, gegenwärtigen oder drohenden Komplikationen und in Absprache mit den Wünschen des Patienten zu treffen. Dies gilt insbesondere bei Abwesenheit klinischer Symptome (23–26). Eine etwaige kosmetische Indikation ist von dieser Empfehlung unberührt 1 - 4.