Patienten mit Morbus Crohn, die rauchen, sollen zu Abstinenz von Tabak angehalten werden.
Bewertungskriterien |
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Ad 1: Wichtigkeitsgrad | Sehr hoch, da häufig vorkommend |
Ad 2: Internat. Abgleich | Gegeben |
| Ad 3: Aktualität | Sehr hoch, da häufig vorkommend |
| Ad 4: Bedeutsamkeit | Sehr hoch, da häufig vorkommend |
| Ad 5: Hindernisse | Keine |
Das Beenden des Tabakrauchens bei Patient*innen mit M. Crohn ist sehr effektiv, um eine bessere Remissionserhaltung zu gewährleisten. Es gibt eine Reihe von Daten, die zeigen, dass durch die Beendigung des Rauchens die langfristige Rezidivrate des M. Crohn halbiert werden kann 1 - 7. Daher soll in die Diskussion mit dem*der Patient*in über eine remissionserhaltende Therapie eine Aufklärung über die Auswirkung des Rauchens eingeschlossen werden und aktive Raucher-Entwöhnungs-Programme empfohlen werden. In diesem Zusammenhang ist auch von Bedeutung, dass auch das Passivrauchen negative Effekte hat 8. Hierfür wurden 169 Patient*innen, die nie aktiv geraucht hatten, untersucht; 91 Patient*innen (54 %) waren passive Raucher. In der multivariaten Analyse zeigte sich, dass passives Rauchen ein unabhängiger Risikofaktor für intestinale chirurgische Eingriffe ist (OR: 1,7; 95 %-KI: 1,04–2,9).