Verschreibung von Mineralokortikoidrezeptor- Antagonisten bei Patienten mit chronischer systolischer Herzinsuffizienz
Bewertungskriterien |
|
Ad 1: Wichtigkeitsgrad | Nicht mehr relevant |
Ad 2: Aktualität | Nicht mehr aktuell |
Leitlinien 1 - 3 empfehlen die Gabe eines Mineralokortikoidrezeptor- Antagonisten (MRA) bei allen Patienten, welche trotz Gabe eines ACE-Hemmers oder Angiotensin- Rezeptorblockers und eines Betablockers weiterhin HI-Symptome (NYHA II-IV) und eine eingeschränkte linksventrikuläre Auswurffraktion von 35 % aufweisen. Damit kann – durch Studiendaten gesichert 4 - 7– eine Senkung sowohl der Rehospitalisierung als auch des relativen Letalitätsrisikos um 15–30 % erzielt werden 8. Der Anteil mit MRA behandelter Patienten liegt mit 23% 9 bis 60 % 10deutlich niedriger als der bei ACE-Hemmern/Angiotensin- Rezeptorblockern (> 85 %) und bei Betablockern (> 85 %).
Eine mögliche Nierenfunktionsverschlechterung und Hyperkaliämie erfordern eine engmaschige Betreuung von Patienten mit fortgeschrittener HI, die aber in Anbetracht des so großen Effektes der MRA-Therapie auf Morbidität und Mortalität dieses Kollektivs einzufordern ist.
(Siehe ersetzende Empfehung: "Medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion")