• Kardiologie
Veröffentlicht: 2016

Bei asymptomatischen Personen mit niedrigem Risiko für das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit soll KEINE „Vorsorge“-Computertomographie der Herzkranzgefäße (Koronar- CTA) durchgeführt werden!

Bewertungskriterien  

  

Ad 1: Wichtigkeitsgrad  

Nicht mehr relevant 

Ad 2: Aktualität  

Nicht mehr aktuell 

Diese obige Empfehlung soll für nicht mehr gültig erklärt werden. Da die Empfehlung im Alltag häufig fehlerhaft angewendet wird, soll sie ins Archiv verschoben werden. Ein Kommentar wird hinzugefügt, der darauf hinweist, dass die Empfehlung weiterhin wichtig ist, jedoch nicht mehr für den Alltag relevant ist. Stattdessen wird die neu erstellte Empfehlung (DGK_ 26) zur späteren Konsentierung vorgeschlagen. 

Ersetzt durch : D/2021 Das Koronar-CT soll für Patienten mit bekanntem chronischen Koronarsyndrom nicht als Routinetest zur Verlaufskontrolle empfohlen werden. 

Die Durchführung einer Computertomographie des Herzens mit Kontrastmittel-unterstützter Darstellung der Herzkranzgefäße 1 - 3  als „Screening“-Untersuchung zur kardiovaskulären Risikoprädiktion wird bei asymptomatischen Patienten nicht empfohlen. Sie ist reserviert für symptomatische Patienten mit einer intermediären Vortestwahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer stenosierenden Koronarkrankheit. Bei asymptomatischen Patienten und solchen mit niedriger Vortestwahrscheinlichkeit sollte weder eine invasive, kathetergestützte Diagnostik noch eine Koronar-CTA erfolgen, bei Patienten mit hoher Vortestwahrscheinlichkeit – nach entsprechender Information des Patienten (44, Anhang 3: Patienteninformation) – eine Herzkatheteruntersuchung und keine Koronar- CTA  4 - 5.


Vielen Dank für Ihr Feedback!

Feedback zu diesem Artikel

Bewertung durch Besucher:innen der Webseite:

0 Teilnehmer:innen

Ein Fehler ist aufgetreten

Bitte versuchen Sie es später erneut.

[]

Ihr Feedback?

Bewerten Sie diese Empfehlung:


Chinnaiyan KM, Bilolikar AN, Walsh E, et al.: CT dose reduction using prospectively triggered or fast-pitch spiral technique employed in cardiothoracic imaging (the CT dose study). J Cardiovasc Comput Tomogr 2014; 8(3): 205–14. Cho I, Chang HJ, Ó Hartaigh B, et al.: Incremental prognostic utility of coronary CT angiography for asymptomatic patients based upon extent and severity of coronary artery calcium: results from the COronary CT Angiography EvaluatioN For Clinical Outcomes InteRnational Multicenter (CONFIRM) study. Eur Heart J 2015; 36(8): 501–8. Hadamitzky M, Achenbach S, Al-Mallah M, et al.: CONFIRM Investigators. Optimized prognostic score for coronary computed tomographic angiography: results from the CONFIRM registry (COronary CT Angiography EvaluatioN For Clinical Outcomes: An InteRnational Multicenter Registry). J Am Coll Cardiol 2013; 62(5): 468–76.Windecker S, Kolh P, Alfonso F, et al: 2014 ESC/EACTS Guidelines on myocardial revascularization: The Task Force on Myocardial Revascularization of the European Society of Cardiology (ESC) and the European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS), developed with the special contribution of the European Association of Percutaneous Cardiovascular Interventions (EAPCI). Eur Heart J 2014; 35(37): 2541–619.Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK – Langfassung, 4. Aufl., Version 1. 2016. www.khk.versorgungsleitlini en.de. DOI: 10.6101/AZQ/000267. Internet: www.versorgungsleitlinien.de; www.awmf-leitlinien.de. Zu Negativempfehlung 2 bzw. 4 siehe auch Anhang 3 (Patienteninformation und Entscheidungshilfen zu Kapitel 8 Revaskularisationstherapie: „Verdacht auf koronare Herzkrankheit: Brauche ich eine Herzkatheter-Untersuchung?“ bzw. „Katheter-Untersuchung bei koronarer Herzkrankheit: Stents einsetzen oder erst mal abwarten?“).


Keywords: Vortestwahrscheinlichkeit, Beschwerdefreiheit, Herzkranzgefäße, Plaque, Arteriosklerose