• Derzeit gültig
  • Gastroenterologie
Veröffentlicht: 2019 Aktualisiert: 05.02.2025

Helicobacter pylori Diagnostik bei gastrointestinaler Ulkusblutung

Bei gastroduodenaler Ulkusblutung sollte bei vertretbarem Risiko bereits in der Notfallendoskopie eine bioptische Helicobacter-pylori-Diagnostik mittels Histologie erfolgen.

Peptische Ulzera sind in hohem Maß mit der Besiedlung durch Helicobacter pylori (H. p.) assoziiert 1 - 3. So ist auch das Risiko einer erneuten Ulkusblutung nach erfolgreicher Eradikationstherapie reduziert 4. Bei positivem Befund soll daher eine Eradikationstherapie nach Wiederaufnahme der oralen Ernährung eingeleitet werden. Da bei Blutungen zumeist eine intensive Säurehemmung mit Protonenpumpeninhibitoren durchgeführt wird, die ihrerseits zu einer Abnahme der H.-p.-Besiedlung vor allem im distalen Magen führt, sollten möglichst bereits im Rahmen der Notfallendoskopie Biopsien aus Antrum und Corpus zur histologischen H.-p.-Diagnostik entnommen werden.

Der Urease-Test ist während der akuten Blutung weniger geeignet, weil bei akuter Blutung die Testergebnisse dann häufiger falsch-negativ ausfallen 4. Bei fehlendem H.-p.-Nachweis sollte die Testung im Verlauf wiederholt werden, weil in der akuten Blutungssituation nicht alle H.-p.-Infektionen erfasst werden im Vergleich zu einer H.-p.- Diagnostik, die mindestens 4 Wochen nach dem Blutungsereignis erfolgte (OR 2,08) 5. Der Erfolg einer Eradikationstherapie soll stets im Verlauf überprüft werden 6.


Vielen Dank für Ihr Feedback!

Feedback zu diesem Artikel

Bewertung durch Besucher:innen der Webseite:

1 Teilnehmer:innen

Ein Fehler ist aufgetreten

Bitte versuchen Sie es später erneut.

[]

Ihr Feedback?

Bewerten Sie diese Empfehlung:


Fischbach W et al. Aktualisierte S2k-Leitlinie Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) Juli 2022 – AWMF-Registernummer: 021 – 001. Z Gastroenterol 2023; 61: 544–606Holster IL, Kuipers EJ: Management of acute nonvariceal upper gastrointestinal bleeding: Current policies and future perspectives. World J Gastroenterol 2012; 18 (11): 1202–7.Sbrozzi-Vanni A, Zullo A, Di Giulio E, et al.: Low prevalence of idiopathic peptic ulcer disease: An Italian endoscopic survey. Dig Liver Dis 2010; 42 (11): 773–6.Gisbert JP, Abraira V: Accuracy of Helicobacter pylori diagnostic tests in patients with bleeding peptic ulcer: a systematic review and meta-analysis. Am J Gastroenterol 2006; 101 (4): 848–63.Sánchez-Delgado J, Gené E, Suárez D, et al.: Has H. pylori prevalence in bleeding peptic ulcer been underestimated a metaregression. Am J Gastroenterol 2011; 106 (3): 398–405.Götz M, Anders M, Becker M, et al.: S2k-Leitlinie Gastrointestinale Blutung. AWMF-Register 021–028. Z Gastroenterol 2017; 55: 883–936.