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  • Gastroenterologie
Veröffentlicht: 2018 Aktualisiert: 14.02.2025

Computertomografie bei Verdacht auf Perforation eines Hohlorgans

Bei Patienten mit Verdacht auf spontane oder iatrogene Perforation eines Hohlorgans soll in der Notaufnahme primär eine Computertomographie (CT) durchgeführt werden.

Häufig wird in der Notfallsituation bei V. a. einer Perforation eine Abdomen-Übersichtsaufnahme angefertigt, die jedoch – in Abhängigkeit vom Ausmaß des Pneumoperitoneums – nur in 30–60 % den Nachweis freier Luft in der Bauchhöhle erbringt. Die CT dagegen hat eine Sensitivität von 90–95 %, zudem erlaubt sie in 85 % eine Aussage über die Perforationsstelle 1. Hinzu kommt, dass viele Patienten aufgrund ihrer klinischen Symptomatik die notwendigen und auch aufwendigen Lagerungen bei konventioneller Röntgentechnik nicht tolerieren, während die CT mit modernen Geräten eine sehr schnelle Diagnose ermöglicht.

Insbesondere bei besonderen Lokalisationen (Perforationen ins Retroperitoneum, in den Pararektalraum und im Jejunum) versagen konventionelle Aufnahmetechniken häufig und erfordern in jedem Fall eine CT 2 - 3, bei der ggf. auch indirekte Zeichen einer Perforation wie freie Flüssigkeit einen diagnostischen Hinweis geben. Eine frühe CT hat möglicherweise einen günstigen Einfluss auf die Letalität 4.

Gleichfalls für die Diagnostik von iatrogenen Komplikationen (Perforationen bei Koloskopie, ERCP und Papillotomie, Polypenabtragung) ist die CT heute die diagnostische Methode der ersten Wahl 5 - 6, wenn die Perforation nicht schon bei der endoskopischen Untersuchung diagnostiziert wurde. Ob es sinnvoll ist, vor der CT wegen der geringeren Strahlenbelastung Abdomen-Übersichtsaufnahmen anzufertigen (Abdomenserie: 0,1–1 mSv; CT: ca. 10 mSv), muss im Einzelfall entschieden werden. Der Nachweis eines Pneumoperitoneums macht zwar die CT häufig überflüssig, ein negativer Befund kann aber zu einer Verzögerung der Diagnose (und damit Verschlechterung der Prognose) führen.

Daher darf bei begründetem Verdacht auf eine Perforation ein Normalbefund in der konventionellen Röntgendiagnostik die Durchführung der CT nicht verzögern. Häufig wird in der Notfallsituation bei V. a. einer Perforation eine Abdomen-Übersichtsaufnahme angefertigt, die jedoch – in Abhängigkeit vom Ausmaß des Pneumoperitoneums – nur in 30–60 % den Nachweis freier Luft in der Bauchhöhle erbringt. Die CT dagegen hat eine Sensitivität von 90–95 %, zudem erlaubt sie in 85 % eine Aussage über die Perforationsstelle 1. Hinzu kommt, dass viele Patienten aufgrund ihrer klinischen Symptomatik die notwendigen und auch aufwendigen Lagerungen bei konventioneller Röntgentechnik nicht tolerieren, während die CT mit modernen Geräten eine sehr schnelle Diagnose ermöglicht.

Insbesondere bei besonderen Lokalisationen (Perforationen ins Retroperitoneum, in den Pararektalraum und im Jejunum) versagen konventionelle Aufnahmetechniken häufig und erfordern in jedem Fall eine CT 2 - 3, bei der ggf. auch indirekte Zeichen einer Perforation wie freie Flüssigkeit einen diagnostischen Hinweis geben. Eine frühe CT hat möglicherweise einen günstigen Einfluss auf die Letalität 4.

Gleichfalls für die Diagnostik von iatrogenen Komplikationen (Perforationen bei Koloskopie, ERCP und Papillotomie, Polypenabtragung) ist die CT heute die diagnostische Methode der ersten Wahl 5 - 6, wenn die Perforation nicht schon bei der endoskopischen Untersuchung diagnostiziert wurde. Ob es sinnvoll ist, vor der CT wegen der geringeren Strahlenbelastung Abdomen-Übersichtsaufnahmen anzufertigen (Abdomenserie: 0,1–1 mSv; CT: ca. 10 mSv), muss im Einzelfall entschieden werden. Der Nachweis eines Pneumoperitoneums macht zwar die CT häufig überflüssig, ein negativer Befund kann aber zu einer Verzögerung der Diagnose (und damit Verschlechterung der Prognose) führen.

Daher darf bei begründetem Verdacht auf eine Perforation ein Normalbefund in der konventionellen Röntgendiagnostik die Durchführung der CT nicht verzögern.


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Haineaux B, Agneessens E, Bertinotti R, et al.: Accuracy of MDCT in predicting site of gastrointestinal tract perforation. Am J Roentgenol 2006; 187: 1079–183.Borofsky S, Taffel M, Khati N, Zeman R, Hill M: The emergency room diagnosis of gastrointestinal tract perforation: the role of CT. Emerg Radiol 2015; 22: 315–27.Satumino PP, Pinto A, Liguori C, Ponticiello G, Romano L: Role of multidetector computed tomography in the diagnosis of colorectal perforations. Sem Ultrasound CT MRI 2016; 37: 49–53.Ng C, Watson CJE, Palmer CR, et al.: Evaluation of early abdominopelvic computed tomography in patients with acute abdominal pain of unknown cause: prospective randomised study. Br Med J 2002; 325: 1387–90.Kowalczyk L, Forsmark CE, Ben-David K, et al.: Algorithms for the management of endoscopic perforations: a quality improvement project. Am J Gastroenterol 2011; 106: 1022–7.Paspatis GA, Dumonceau JM, Barthet M, et al.: Diagnosis and management of iatrogenic endoscopic perforations: European Society of Gastrointestnal Endoscopy (ESGE) position statement. Endoscopy 2014; 46: 693–711.