Positiv-Empfehlung

Während oder nach einer Reanimation soll schnellstmöglich eine Notfallsonografie zur Diagnostik behebbarer Ursachen eines Herz-Kreislauf-Stillstandes erfolgen.


Bei Patienten, die während oder nach einer Reanimation in einer Notaufnahme aufgenommen werden, sollen reversible Ursachen eines Herz-Kreislauf-Stillstandes rasch diagnostiziert werden (20). Die Notfallsonografie des Herzens, der Lunge und des Abdomens ist dabei von zentraler Bedeutung, kann unmittelbar am Krankenbett auch unter laufenden Reanimationsmaßnahmen erfolgen und lässt sich in standardisierter Form erlernen (21). Sie dient zur Beurteilung des linken und rechten Ventrikels, zum Ausschluss eines Perikardergusses, einer Hypovolämie, von freier intraabdomineller Flüssigkeit und eines Pneumothorax sowie zur Beurteilung der Bauchaorta (21–26). Befunde der Notfallsonografie können zu unmittelbar lebensrettenden Maßnahmen wie einer Perikardpunktion, Entlastung eines Spannungspneumothorax oder Lysetherapie bei Rechtsherzversagen infolge einer Lungenarterienembolie beitragen (22–27). Lässt sich durch die fokussierte Notfallsonografie die hämodynamische Instabilität des Reanimierten nicht ausreichend aufdecken, so soll baldmöglichst eine vollständige Notfallechokardiografie durchgeführt werden.

Darüber hinaus kann die Notfallsonografie bei unklarem Schockgeschehen durch Nachweis freier Flüssigkeit im Abdomen den entscheidenden Hinweis auf eine intraabdominelle Verletzung und Blutung liefern. Eine komplett fehlende Kontraktion des Herzens ist dagegen mit einer äußerst schlechten Prognose assoziiert und kann die Entscheidung zur Beendigung von Reanimationsmaßnahmen unterstützen (27).

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