Negativ-Empfehlung

Ein Screening für Brust-, kolorektalen, Prostata- oder Lungenkrebs soll nicht erfolgen ohne Berücksichtigung der Lebenserwartung, den Risiken einer Testung, einer vermehrten Diagnostik und Therapie.


Screening für maligne Erkrankungen ist assoziiert mit kurzfristigen Risiken einschließlich Komplikationen durch diagnostische Maßnahmen, Überdiagnose und Behandlung von Tumoren, die niemals zu Symptomen führen. Für das Prostatacarcinom müssen 1 055 ältere Männer gescreent und 37 behandelt werden, um einen Todesfall in zehn Jahren zu verhindern. Für das Mamma- und kolorektale Carcinom müssen 1 000 ältere  Menschen gescreent werden um einen Todesfall in zehn Jahren zu verhindern. Die Ergebnisse des Screening für Lungenkrebs mittels Computertomografie beruhen überwiegend auf Untersuchungen bei jüngeren und gesünderen Personen unter 65 Jahren. Das Screening für Lungenkarzinom verhindert vier Todesfälle in sechs Jahren pro 1 000 untersuchten Personen, ergibt aber in 273 Fällen abnorme Befunde, die in 36 Fällen zur invasiven Abklärung mit Komplikationen in acht Fällen führt (96–108).

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