Positiv-Empfehlung

Bei Patienten mit Fieber in der Neutropenie (Neutrophile < 0,5 G/Loder < 1 G/L mit sinkender Tendenz) soll nach der Abnahme von 2 unabhängigen Blutkulturen und ohne Zeitverzögerung durch weitere Diagnostik eine empirische Therapie mit Breitbandantibiotika begonnen werden.


Fieber in Neutropenie bei Patienten mit Malignomen nach zytostatischer Chemotherapie wird zu einem erheblichen Anteil durch bakterielle Infektionen verursacht und ist eine wesentliche Ursache für Morbidität und Mortalität bei diesen Patienten (15). Die umgehende Einleitung einer empirischen antibiotischen Therapie ist deshalb indiziert (16). Die möglichst rasche Einleitung einer Antibiotikatherapie ist bei Patienten mit klinischen Zeichen einer Sepsis eindeutig belegt, Hinweise gibt es auch für die febrile Neutropenie insgesamt (17, 18). Nur für einen Teil der Patienten wird im Verlauf ein verantwortliches infektiöses Agens gefunden. Für die Wahl des Antibiotikums sind das lokale Resistenzprofil sowie vorangegangene prophylaktische und therapeutische Antibiotikagaben zu berücksichtigen. Für die Entscheidung über das weitere Management sollte (z. B. anhand des MASCC-Score [19]) das Risiko für einen komplizierten Verlauf abgeschätzt werden.

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